limiter le gaspillage des fruits et les légumes moches

Was passiert mit unförmigem Obst und Gemüse ?

Jedes Jahr geht ein Drittel der für den Menschen produzierten Lebensmittel verloren oder wird weggeworfen. Obst und Gemüse gehören zu den Produkten, die am häufigsten verschwendet werden und zwar oft aus ästhetischen Gründen. Sie werden als „unförmiges Obst und Gemüse“ bezeichnet. Inzwischen engagieren sich immer mehr Akteure der Lebensmittelindustrie, um diese unerträgliche Verschwendung zu begrenzen.

« Weltweit werden 40 % der Nahrungsmittelproduktion nicht konsumiert ».

Schlimmer noch, ein Teil davon wird nicht einmal zum Verkauf angeboten. Der häufigste Grund ? Beim Obst und Gemüse liegt es oft am Aussehen. Zu groß oder zu klein, unförmig, nicht die richtige Farbe usw. Die von einem Teil des Großhandels und sogar von einigen Behörden der Europäischen Gemeinschaft aufgestellten Kriterien stufen 40 % bis 50 % des weltweiten Obst- und Gemüseangebots herab: Beispielsweise kommen 20 % der englischen Zwiebeln und 10 % der französischen Äpfel nie in die Verkaufsregale.

 

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Das Bewusstsein für die Probleme, die mit dieser Verschwendung verbunden sind, führt zunehmend zu einer allgemeinen Mobilisierung. Die sozialen und ökologischen Herausforderungen sind beträchtlich. Einerseits leiden 820 Millionen Menschen in der Welt Hunger. Auf der anderen Seite werden Lebensmittel weggeworfen, die einem jährlichen CO2-Ausstoß von 3, 3 Milliarden Tonnen entsprechen. Und nicht zuletzt geht es auch um wirtschaftliche Aspekte. In den Industrieländern werden Lebensmittel im Wert von 680 Milliarden Dollar (310 Milliarden Dollar in den Entwicklungsländern) verschwendet.

Stufe der Mobilisierung: die Landwirte

Deshalb werden Maßnahmen ergriffen, um die Verschwendung auf allen Ebenen zu begrenzen. Dies beginnt bei den Produzenten, denen am Herzen liegt, aus ihren Erzeugnissen das Beste zu machen.

« So wird Obst und Gemüse, das den Anforderungen der verschiedenen Lastenhefte nicht entspricht, häufig zur Herstellung von hochwertigen Produkten wie Saft »

Kompott oder Konfitüre an die lebensmittelverarbeitende Industrie verkauft. Dies gilt insbesondere für Äpfel und Aprikosen.

Nicht verzehrbares Obst und Gemüse wird als Tierfutter verwendet und trägt so indirekt zur menschlichen Ernährung bei. Oder es wird an Ort und Stelle auf den Feldern gelassen und umgegraben. Dadurch kehrt es in den biogeochemischen Kreislauf zurück, d.h. es nährt und düngt den Boden. Manchmal wird es auch zu einer Kompostierungsanlage gebracht. In seltenen Fällen wird es für die Erzeugung von Biogas durch Methanisierung verwendet.

Ein umfangreiches Spektrum an vielversprechenden Lösungen

Die Produzenten sind nicht die einzigen, die sich gegen eine Verschwendung von Lebensmitteln stark machen. Produkte werden schließlich nur aus ästhetischen Gründen „herabgestuft“. Dabei entsprechen sie voll und ganz den Geschmacks- und Qualitätsstandards. In Großküchen werden diese Produkte zunehmend zur Herstellung von Pürees, Suppen, Chips usw. eingesetzt. Überall auf der Welt entwickeln Händler Sonderangebote für „unförmiges Obst- und Gemüse“, das sie den Verbrauchern zu reduzierten Preisen anbieten. Denn von der Frage der Ästhetik sind diese unmittelbar betroffen. Immerhin werden absolut genießbare Lebensmittel den Kunden zuliebe aus den Verkaufsregalen entfernt. Im Kampf gegen den Hunger in der Welt und den Klimawandel gewinnt daher die Frage nach Kaufreflexen und individueller Verantwortung zunehmend an Bedeutung.