quand les fruits et légumes produisent de l energie

Biomethanisierung: wenn obst und gemüse energie erzeugen

Wie wäre es, wenn das Licht in Ihrem Büro von Äpfeln stammen würde ? Einige Landwirte verwerten ihre unverkauften Erzeugnisse durch Biomethanisierung. Bei diesem Prozess wird organisches Material in Elektrizität, Wärme und Treibstoff umgewandelt. Darstellung einer noch in der Entwicklung befindlichen Lösung, die aus Umweltgesichtspunkten besonders interessant erscheint.

 

Nach der Ernte kommt es vor, dass bestimmtes Obst und Gemüse nicht verkauft werden kann. Sie genügen den Anforderungen der Lastenhefte nicht und werden als sogenannte „Sortierungsabweichung“ klassifiziert, d.h. als Abfall. Sie stellen für die Betriebe, die sich um Lagerung und Verarbeitung kümmern müssen, eine Zusatzbelastung dar. Dadurch verursachen sie auch Umweltkosten, da Energie, Dünger und Wasser umsonst verbraucht wurden. Daher wenden sich immer mehr Landwirte der Biomethanisierung zu, um ihre gärungsfähigen Abfälle zu verwerten.

Ein natürlicher Prozess - auf industrieller Ebene reproduziert

Die Methanisierung ist ein natürlicher Prozess, bei dem organisches Material in einer anaeroben Umgebung, d.h. in Abwesenheit von Sauerstoff, abgebaut wird. Methanisierung kann in Sümpfen, im Boden oder im Darm von Tieren und Menschen stattfinden. Die Biomethanisierung schafft die Bedingungen für diese Methanisierung in einem industriellen Umfeld.

« Das Ziel ist dabei, landwirtschaftliche Abfälle zu verwerten und sowohl „Gärrest“ genannten Kompost als auch Biogas zu produzieren ».

Manche Betriebe verfügen über eigene Methanisierungsanlagen. Die meisten Anlagen sind jedoch angesichts der erheblichen Investitionen kollektive Einrichtungen. Die Landwirte bringen ihr nicht absetzbares Obst und Gemüse, aber auch Wirtschaftsdünger, Ernterückstände, Silo- und Getreideabfälle usw. in die Anlage. Diese Substanzen werden in einem luftdichten Behälter, einem sogenannten Faulturm oder Fermenter gelagert. Die Zusammensetzung des gesammelten Materials ist entscheidend, da sie das Ausmaß der Biogasproduktion und die Qualität des Gärrestes bestimmt. Insofern wird Obst und Gemüse besonders geschätzt, da es ein hohes methanogenes Potenzial besitzt.

 

Im Fermenter wird das Obst und Gemüse unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff gerührt und erhitzt, um die bakterielle Vergärung zu beschleunigen. Dieser Vorgang wird als anaerobe Vergärung bezeichnet.

« Die Methanisierung ist nach 40 bis 60 Tagen abgeschlossen ».

Sie ergibt den Gärrest, einen desodorierten und hygienisierten Kompost, der auf Kulturen ausgebracht werden kann. Dieser erhöht die Autonomie der Landwirte bezüglich Stickstoffdünger und reduziert den Einsatz von synthetischen Düngemitteln. Zudem entsteht bei der Biomethanisierung auch Biogas.

Biogas - erneuerbare Energie der Zukunft

Biogas besteht zu 55 % aus Methan, zu 40 % aus Kohlendioxid, sowie aus Schwefelwasserstoff, Wasser und verschiedenen Verunreinigungen. Es kann auf zwei verschiedenen Arten genutzt werden. Es wird zum einen als Brennstoff zur Erzeugung von Strom und Wärme verwendet. Dieser Prozess heißt Kraft-Wärme-Kopplung. Durch die Verbrennung von Biogas in einem Motor wird ein Generator angetrieben, der Strom erzeugt. Dieser wird entweder lokal genutzt oder zur Einspeisung ins nationale Netz verkauft. Und da nichts verloren geht, wird die vom Motor freigesetzte Wärme zum Heizen von Gewächshäusern genutzt oder in heißes Wasser für die lokale Verteilung umgewandelt.

 

Biogas kann zum anderen aber auch zu Biomethan weiterverarbeitet werden. Durch das Entfernen von Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff und Wasser erhält das Gas eine Qualität, die der von Erdgas entspricht. Es handelt sich dann um einen nicht fossilen, erneuerbaren Energieträger, der als Brennstoff verwendet oder zum Heizen und Kochen in das Gasnetz eingespeist werden kann. Immer mehr Versorger bieten ihren Kunden „grünes Gas“ an, das durch Methanisierung hergestellt wird.

« Die Biomethanisierung trägt durch die Verwertung landwirtschaftlicher Abfälle zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei, ermöglicht eine Verringerung des Düngemitteleinsatzes und wird schließlich auf verschiedene Weise als Energiequelle genutzt ».

In einer Welt, die von den Landwirten erwartet, dass sie mehr produzieren, um die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln zu decken und gleichzeitig die Umwelt zu respektieren, erweist sich die Biomethanisierung als wichtiges Instrument für die Energiewende.